Schnelle Hilfe im Notfall – wo rufe ich an?

Rettungsdienst / Feuerwehr: 112

Giftnotruf: +49 361 730 730

Polizei Notruf: 110

Wenn Sie einen Notfall melden, beantworten Sie bitte die 5 Ws:

  1. Wo ist es passiert?
  2. Was ist passiert?
  3. Wie viele Verletzte?
  4. Welche Art von Verletzungen?
  5. Warten auf Rückfragen
Wenn Sie einen Notfall melden, beantworten Sie bitte die 5 Ws:

Unsere Notfallambulanz  ist sieben Tage in der Woche 24 h am Tag für medizinische Notfälle geöffnet.

So erreichen Sie unsere Notfallambulanz:

Tel.: + 49 3863 520 142

Ein medizinischer Notfall besteht immer, wenn eine umgehende Behandlung notwendig ist.

 

Ärztlicher Notdienst

Bei anderweitigen, bei chronischen bzw. leichten bis mittleren gesundheitlichen Beschwerden kontaktieren Sie bitte zunächst Ihren Hausarzt bzw. nachts und an den Wochenenden den ärztlichen Notdienst. Sie helfen uns damit, unnötige Wartezeiten zu vermeiden.

 

So erreichen Sie den ärztlichen Notdienst der kassenärztlichen Vereinigung:

Telefon 116 117

Bei akut lebensbedrohlichen Zuständen informieren Sie bitte unverzüglich den Rettungsdienst über die Rufnummer 112.

Ablauf in unserer Notfallambulanz

1. Ersteinschätzung

Jeder, der in unsere Notfallambulanz kommt, wird möglichst umgehend erstuntersucht, um herauszufinden, wie dringlich der Versorgungsbedarf ist. Medizinische Notfälle werden als Erste versorgt. Die Einschätzung, wie dringlich der Patient versorgt werden muss, erfolgt durch speziell geschulte pflegerische Mitarbeiter nach einem festgelegten Standard.

Die Behandlungsreihenfolge in unserer Notfallambulanz richtet sich nach der medizinischen Dringlichkeit, und nicht nach der Reihenfolge des Eintreffens. Bei weniger starken Beschwerden und Schmerzen müssen Sie mit Wartezeiten rechnen.

 

2. Behandlung

Unser Pflegepersonal nimmt die Messung wichtiger körperlicher Vitalparameter vor. Anschließend werden Sie von unseren Ärzten untersucht und es werden weitere diagnostische Untersuchungen durchgeführt.

 

3. Aufnahme oder Entlassung

Nach eingehender Untersuchung entscheiden unsere Ärzte, ob sie stationär aufgenommen werden, um in unserem Krankenhaus weiterbehandelt zu werden oder Sie nach erfolgter Behandlung das Krankenhaus wieder verlassen dürfen: Im zweiten Fall werden Sie entweder nach Hause entlassen oder zu einem niedergelassenen Arzt geschickt, der Sie weiterbehandelt.

Rufen Sie bitte sofort den Notruf 112 bei

Bewusstlosigkeit (auch kurz anhaltend) und unklare Verwirrtheitszustände

Unfällen mit erheblichen Blutungen bzw. Verdacht auf schweren Verletzungen

Schwersten akuten Schmerzzuständen

 

Verdacht auf einen Schlaganfall

Anzeichen eines Schlaganfalls:

  • plötzliche einseitige Lähmung oder Taubheitsgefühl in Arm oder Bein,
  • Lähmung einer Gesichtshälfte,
  • Sehstörungen,
  • Sprechstörungen
  • plötzlich auftretende Gleichgewichtsstörungen
  • Bewusstlosigkeit oder Benommenheit
  • plötzliche auftretende heftige Kopfschmerzen

 

Verdacht auf einen Herzinfarkt

Anzeichen eines Herzinfarkts:

  • plötzlich einsetzende, starke Schmerzen über dem Brustkorb
  • Atemnot, Beklemmungs-/Angstgefühl

Vergiftungsunfällen

z.B. bei Einnahme von Haushaltsreiniger, Medikamenten oder Verzehr von giftigen Pflanzen

Rufen Sie den Giftnotruf: Tel. +49 361 730 730  Schildern Sie, was passiert ist, Sie bekommen sofort Anweisungen, wie Sie sich verhalten sollen.

 

Verhalten in einer Notfallsituation

Erste-Hilfe-Maßnahmen

Grundsätzlich gilt:

  • Bewahren Sie Ruhe und verschaffen Sie sich einen Überblick.
  • Achten Sie auf Ihre eigene Sicherheit und verhindern Sie weiteren Schaden (z.B. bei einem Unfall Warnweste anziehen und Unfallstelle absichern).
  • Holen Sie Hilfe und rufen Sie den Rettungsdienst 112.
  • Lassen Sie Verletzte möglichst nicht allein.
     

Bewusstlosigkeit: stabile Seitenlage

Ist der Betroffene bewusstlos, aber atmet noch? Dann bringen Sie ihn in die stabile Seitenlage:

  1. Knien Sie sich seitlich neben den Betroffenen und strecken Sie seine Beine. Winkeln Sie den Arm, der näher zu Ihnen liegt, an und legen Sie ihn seitlich neben den Kopf nach oben.
  2. Greifen Sie den anderen Arm am Handgelenk und legen Sie ihn über den Brustkorb zur gegenüberliegenden Wange. Lassen Sie die Hand nicht los.
  3. Greifen Sie den Oberschenkel, der weiter von Ihnen entfernt liegt, und beugen Sie das Bein.
  4. Ziehen Sie den Betroffenen zu sich herüber, so dass er auf der Seite liegt. Das obere Bein sollte so ausgerichtet werden, dass der Oberschenkel im rechten Winkel zur Hüfte liegt.
  5. Der Kopf sollte jetzt seitlich auf der Hand liegen. Überstrecken Sie den Hals des Betroffenen, damit die Atemwege frei werden und öffnen Sie seinen Mund leicht.

Keine Atmung: Herz-Lungen-Wiederbelebung

  1. Legen Sie den Betroffenen auf den Rücken und knien Sie sich daneben.
  2. Legen Sie beide Hände übereinander auf den Brustkorb.
  3. Drücken Sie mit gestreckten Armen den Brustkorb mindestens 5 bis 6 cm ein. Wiederholen Sie diesen Vorgang 30 Mal.
  4. Überstrecken Sie dann den Kopf, um die Atemwege frei zu machen.
  5. Beatmen Sie den Betroffenen nun 2 Mal:
    • Verschließen Sie mit Daumen und Zeigefinger die Nase des Betroffenen.
    • Heben Sie sein Kinn an, atmen Sie ein und legen Sie Ihre Lippen dicht um den Mund des Betroffenen.
    • Blasen Sie die Luft gleichmäßig in den Mund des Betroffenen, so dass sich sein Brustkorb sichtbar hebt.
    • Wiederholen Sie diesen Vorgang.
    • Setzt die Atmung wieder ein? Bringen Sie den Betroffenen in die stabile Seitenlage.
      Setzt die Atmung nicht ein? Wiederholen Sie Herzdruckmassage und Beatmung im Wechsel bis der Rettungsdienst eintrifft.

Starke Blutung: Blutstillung

Blutet der Betroffene stark, sollte die Blutung möglichst schnell gestoppt werden.

  1. Ziehen Sie wenn möglich Einmalhandschuhe an, um sich selbst und den Betroffenen vor Infektionen zu schützen.
  2. Sprechen Sie den Betroffenen an, beruhigen Sie ihn und legen Sie ihn hin. 
  3. Pressen Sie möglichst steriles Wundmaterial auf die Wunde, um die Blutung zu stoppen. 
  4. Wenn Arme oder Beine betroffen sind, sollten Sie diese nach oben halten, um die Blutung zu verringern. 
  5. Legen Sie, wenn möglich einen Druckverband an. Wenn dies nicht möglich ist, drücken Sie das Material so lange auf die Wunde, bis der Rettungsdienst eintrifft und den Patienten weiterversorgt.